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In der Landeskirche oder der Pfarrer-Song – 
auf jeden Fall auf dem Weg zum längsten Kirchenlied der Welt

Auf vielfachen Wunsch stellen wir die bisher gesammelten Strophen (wobei einige leider verloren gegangen sind)  ins Netz, in der Hoffnung, dass sich dadurch ganz viele Menschen inspirieren lassen, weitere Strophen zu schicken. Also ran ans Texten! (Melodie ist übrigens das bekannte Lied „An der Nordseeküste“ – Irish Folk Fans sicher auch bekannt unter „Wild rover“).      

Mit lieben Grüßen in die Welt
Thorsten und Micki von K 3

 

Mit Stand vom 28.02.2011 folgen nun: 73,5 Strophen !!!

Refrain (den wir jetzt nicht nach jeder Strophe wiederholen):

In der Landeskirche, im westfälischen Land,  
sind die Pfarrer die Mitte und selten am Rand.

 

001:
Damals vor unendlich langer Zeit,  
da machten die Pfarrer in der Kirche sich breit.  
Die Jahre vergingen wie Saus und wie Braus,  
aber breit sehen die Pfarrer auch heute noch aus.
          
(K 3)

002:
Jede Gemeinde die hat ihren Preis,  
denn sie ist ja Mitglied in einem Kirchenkreis.  
Manch einen Pfarrer macht das renitent,  
denn sein Chef das ist ja der Superintendent.
          
(K 3)

003:
Ist beim Pfarrer der Kühlschrank mal leer,  
dann ist das fürn Pfarrer kein großes Malheur!  
Ein Hausbesuch geplant zur richtigen Zeit,  
mit Kaffee und Kuchen den Hunger vertreibt.
         
(K 3)

004:
Gemeinden sind mal schlecht und mal gut,  
doch so`n Pfarrer verlässt dabei selten der Mut.  
Er betet und predigt, erzählt von der Welt,  
denn sein Geld bekommt er aus Bielefeld.                     

(K 3)

005:
Der Pfarrer am Sonntag die Predigt vergeigt,  
Worte an Worte, kein Ende sich zeigt.  
Die Gemeinde döst still, ist fast eingepennt,  
weil die Predigt seit langem hier jedermann kennt.       

(K 3)

006:
Die Taufe das ist ein Sakrament,  
der Täufling sitzt da in seinem Hemd.  
Der Pfarrer gießt Wasser auf seinen Kopf,  
da ist er ganz nass, der arme Tropf!
                                
(K 3)

007:
Ein Pfarrer vor Ostern hat `ne ganz schwere Zeit,  
denn sieben Wochen ohne, das ist viel Leid.  
Kein Sex, keine Drogen und kein Alkohol,  
ja Anderen geht’s besser, das glaubst du ja wohl!         

(K 3)

008:    
Ein Pfarrer macht Besuche bei Kranken am Bett,  
das ist wirklich nobel, das ist wirklich nett.  
Doch manch einen Kranken irritiert das famos,  
warum ist der da, bin ich tot, was ist los?
             
(K 3)

009:
EinTodesfall doch eher traurig stimmt der Pfarrer die trübe Stimmung wegnimmt.  
Er tröstet und betet und hilft hier und da,  
auch wenn er nicht weiß, wer der Tote war.                     

(K 3)

010:
Es zieht in der Kirche, die Bank drückt am Arsch,  
von der Kanzel der Pfarrer, er bläst uns den Marsch.  
Doch wenig erwärmend, seine Worte sind fad,  
nicht nur die Bank, die bleibt dabei hart.                         

(K 3)

011:
Herr Jesus sagt, seht euch die Vöglein mal an,  
doch beim Einzug ins Pfarrhaus denkt da keiner dran.  
Was nur zehn Zimmer? – der Pastor ist empört,  
schließlich sind wir zu viert (mein Hamster, mein Gold
fisch, 
meine Frau und ich)
, na wie unerhört!                  

(K 3)

012:
Der Gottesdienst für Kinder soll fröhlich sein,  
doch so manch einem Pfarrer fällt da nichts mehr ein.  
Denn wenn jemand kommt sind es die eigenen Drei,  
manchmal ist auch der Lütte vom Küster dabei. 

(Ulla B.,Witten / K 3)

013:
Der Pfarrer am Sonntag predigt von der Askese,  
Enthaltsamkeit üben, sonst wird er böse.  
Die Inspiration für solch verwegenen Text,  
kam ihm in der Toscana beim Gruppen....seminar!       

(K 3)

014:
Am Sonntag die Kirche ist wieder mal leer,  
doch das fällt dem Pfarrer nicht wirklich schwer.  
Schließlich geht’s um den Einen und um keinen mehr,  
nur ist dieser mal krank, haben wir das Malheur.           

(K 3)

015:
Basare zu Weihnacht sind Pfarrer ein Schreck,  
denn dort ist ganz schnell sein Weihnachtsgeld weg.  
Mit Klimbim und Krempel ist er dann bestückt,  
doch macht nichts, die Verwandtschaft wird damit beglückt.   

(K 3)

016:
Am heiligen Abend, das ist Tradition,  
ist der Pfarrer in Action, das kennen wir schon.  
Am besten viele Lieder und ein Krippenspiel,  
dann arbeiten die Anderen und er tut nicht viel.  

(Uwe S., Düsseldorf)

017:
'ne Predigt mal halten vor vollem Haus,  
da denkt sich der Pfarrer mal richtig was aus.  
Lyrisch, poetisch, von der Muse `nen Kuss,  
doch fragen sich alle, wann ist endlich Schluss?
 
(K 3)

018:
Das Krippenspiel sollte authentisch sein,  
Maria reitet auf echtem Esel herein.  
Die Orgel setzt ein, der Esel schlägt aus,  
so kullert Maria aus der Kirche raus.                               

(K 3)

019:
Gehst du zur Beichte und erzählst deine Sünd,  
so vergibt dir der Pfarrer, aber nur für `ne Stünd.  
Und kommst du dann wieder und bestichst ihn mit Geld,  
so lächelt er milde und heil ist die Welt.                          

(Diethel B., Bielefeld)

020:
Und gehst du zum Konfi und weist noch nicht viel,  
erzählt dir der Pfarrer „Glaube ist Kinderspiel“.  
Er impft und beschimpft dich, das kann er famos,  
und dann nach zwei Jahren da ist er dich los.                

(Alida G., Lengerich)

021:
Der Posaunenchor bläst so recht und so schlecht,  
meist in der Probe, aber auch mal in „echt“.  
Die Gemeinde, die singt mal gerade mal schräg,  
aber zusammen da sind sie auf dem richtigen Weg.    

(Iris R., Heiligenrode)

022:
Die Pfarrsekretärin kämpft mit dem PC,
so oft sie ihn anmacht, sie schaut nur auf Schnee.  
Die Kabel, der Bildschirm, alles ist ihr noch fremd,  
und kommt mal `ne E-Mail, macht sie sich ins Hemd.   

(Iris R., Heiligenrode)

023:
Die Urne steht lang schon im Kirchenregal,  
der Platz auf dem Friedhof, schwer fällt die Wahl.  
Ganz schön makaber, was ist schon dabei,  
das ist alles geregelt in der Friedhofsdatei.                   

(Iris R., Heiligenrode)

024:
Der Küster hat alles toll hergericht,  
doch beim Abendmahl macht er `nen verblüfftes Gesicht.  
Der Kelch der ist leer und auch leer ist der Krug,  
hat der Pfarrer getrunken in einem Zug.                          

(Iris R., Heiligenrode)

025:
Was so einen Pfarrer am meisten anficht,  
zumindest aus Sekretärinnen Sicht.  
Wenn er mittwochs ins Büro kommt: „Im Schacht ist jetzt Schicht“,  
ich komm vom Konfirmandenunterricht!                          

(Iris R., Heiligenrode)

026:
So `ne Kirchenratssitzung das ist eine Plag,  
der Pfarrer hat Schiss schon den ganzen Tag.  
Er weiß, dass er Prügel heut kriegen muss,  
er hat `nen Bleistift gekauft und das ohne Beschluss!   

(Iris R., Heiligenrode)

027:    
Die Gemeinde ist einig von Oma bis Kind,  
vom Pfarrer die Predigten langweilig sind.  
Am Ausgang beim Abschied machen alle ihm klar,  
Ihre Worte war`n wieder ganz wunderbar!                      

(Iris R., Heiligenrode)

028:
Die Pfarrerin bei Geburtstagsbesuchen,  
bekommt wie ihr Vorgänger Kaffee und Kuchen.  
Beim Gehen sagt man ihr: „s`wär grad noch mal so nett,  
wenn im nächsten Jahr der Herr Pfarrer selbst kommen tät!“

(Iris R., Heiligenrode)

029:
Wir Pfarrer, wir haben unendlich viel zu tun,  
über Hochzeit und Taufen kommen wir nicht zum Ruhn.
 
Die Frauen, die Männer, die Alten, die Jung,  
sie alle halten uns Pfarrer ganz schön in Schwung.
        
(Susanne B., Paderborn)

030:    
Wenn der Pfarrer mit Beffchen die Lieder anstimmt,  
und die Orgel von oben ganz tönern klingt.  
Ja dann laufen die Schäfchen im Sauseschritt,  
und die Pfarrersfrau, ja die läuft mit!                                

(Stephan W., Kassel)

031:
Schläft bei der Predigt ein Schäfchen mal ein,  
ist das besser als wenn beim Gebet Kinder schrein.  
Für beides gibt’s Lösungen die man schon kennt,  
doch die Vorlesung hat unser Pfarrer verpennt. 

(Stefan G., Siegen)

032:
Man hat schon von Pfarrern die Keusch sind gehört,  
dafür wird man bei uns aber selten geehrt.  
Katholische sind da echt viel besser dran,  
weil man da gar nicht anders als Keusch bleiben kann. 

(Stefan G., Siegen)

033:
Das Telefon klingelt, hier ist Oma Ruth,  
können sie heute kommen, mir geht es nicht gut.  
Als Pfarrer komm ich gern bei ihnen vorbei,  
doch bitte nicht heute, montags habe ich frei!
                 
(Uwe S., Düsseldorf)

034:
Gruppen gibt’s viele, sie füllen das Haus,  
das macht dem Pfarrer überhaupt gar nichts aus.  
Sie reden, sie basteln, sie nähen und stricken,  
nur der Herr Pfarrer, der lässt sich nicht blicken.

(Uwe S., Düsseldorf)

035:
Das Geld, das wird knapp, das Gehalt, das steht fest,  
sparen ist dringend, doch bitte beim Rest.  
Den Jugendmitarbeiter lassen wir ziehn,  
da können doch Ehrenamtliche hin.                                 

(Uwe S., Düsseldorf)

036:
Die Dienstwohnung, die ist ein wichtiges Gut,  
das der Pfarrer nicht gerne aufgeben tut.  
300 Quadratmeter könnten grad reichen,  
die Renovierung soll dann die Gemeinde begleichen.  

(Uwe S., Düsseldorf)

037:
Die Pfarrstelle frei, kein neuer Pfarrer in Sicht,  
das stört die Gemeinde meistens gar nicht.  
Die Predigt kann auch ein anderer halten,  
und sonst bleibt auch ohne ihn alles beim Alten.

(Uwe S., Düsseldorf)

038:
Am liebsten plant er die Gemeindefahrten,  
in die Partnergemeinde, ihr riecht den Braten.  
Als Leiter, da fährt er kostenlos rum,  
die Kosten legt er auf die anderen um.                            

(Uwe S., Düsseldorf)

039:
Das Personal führen tut der Pfarrer stets gerne,  
wie ein General, so drei bis vier Sterne.  
Dass das keinem gefällt kann er nicht verstehen,  
sollt`er vielleicht doch mal zur Fortbildung gehen?
         
(Uwe S., Düsseldorf)

040:
Die Kids, liebe Pfarrer, die mischen sich ein,  
Musik in der Kirche, die muss anders sein.  
Uralte Lieder sind für sie ein Graus,  
mit Rap und mit Techno sieht die Welt anders aus.
        
(Ulla B., Witten)

041:
Das Presbyterium ist vielen vertraut,  
wenn man nicht genau hinter Kulissen schaut.  
Doch wenn jemand muckt im Ältestenrat,  
jammert der Pfarrer: „Diese Strafe ist hart!“                    

(Ulla B., Witten)

042:
Die Frauenhilfsstunde ist für Pfarrer `ne Pflicht,  
nur ein Pfarrer mit Asthma, ja den freut das nicht.
Denn schon nach `ner Stunde ringt er mit dem Duft,  
von Kölnisch Wasser geschwängerter Luft.                    

(K 3)

043:
Manch ein Friedhof ist für Pfarrer ein Graus,  
zumal wenn er fremd ist, kennt er sich nicht aus.  
Der Weg zum Grab dauert dann stundenlang,  
in den Wanderpass man einen Vermerk machen kann. 

(K 3)

044:
Der Magen eines Pfarrers der hat es nicht leicht,  
kriegt Nahrung oft plötzlich und in Mengen gereicht.  
Bei Sachercremetorte und Schnittchen und Schnaps,  
steht er dann so manches mal kurz vorm Kollaps.         

(K 3)

045:
Der Mann an der Orgel legt sich mächtig ins Zeug,  
mit ganz viel Herz, sein Hemd ist schon feucht.  
Der Pfarrer, mit Halleluja, den Einsatz ihm gibt,  
war knapp nur daneben, war nämlich das falsche Lied. 

(Stammtisch, Witten)

046:
Der Pfarrer macht die Trauung unendlich lang,  
der Braut mittlerweile wird schon Angst und Bang.  
Die Eistorte taut mittlerweile dahin,  
Mensch Pfarrer mach voran, sonst ist sie hin.                

(Stammtisch, Witten)

047:
Die Pfarrerin findet sich ganz schön adrett,  
jeden Abend geht sie mit `nem Schnuller ins Bett.  
Der Pfarrer ist auch nicht viel besser bestückt,  
bei dem riesen Kuschelbär wird die Frau noch verrückt. 

(Sarah F., Siegen)

048:
Rührei mit Schinken, im Arm eine Braut,  
so`nen Sonntag kriegt nicht mal mein Pfarrer versaut.  
Denn rufen die Glocken dreh ich mich wie nett,  
noch mal um und genieße die Predigt im Bett.              

(Rike K. Ratingen)

049: 
Und hat der Herr Pfarrer einmal keine Zeit,  
da weiß er Ersatz, denn der Mann ist gescheit.  
Er kennt da jemand, der heißt DIAKON,  
und vom DIAKON weiß er: der macht das schon.
            
(Fite, Berlin)

050:
In hebräisch und griechisch da sind Pfarrers gut,  
zu mehr fehlt ihnen leider ganz häufig der Mut.  
Und trotzdem gehen Pfarrers immer gern vorne weg,  
für die Anderen da bleibt dann oft nur noch der (Dreck) Rest. 
(Malte H., Bielefeld)

051:
Die Pfarrer sind lieb und die Pfarrer sind schlau,  
warum interessiert das nur hier keine Sau.  
Die Predigt ist lang und die Predigt ist schlecht,  
und trotzdem hat der Pfarrer immer recht.                      

(Malte H., Bielefeld)

052:    
Doch steht unser Pfarrer ganz selten allein,  
denn alle mit Anspruch bleiben längst schon daheim.  
Und Oma und Opa die stört er nicht sehr,  
die hör`n seine Worte dank Taubheit lang nicht mehr.
   
(Malte H., Bielefeld)

053:    
Die Jugend die fürchtet seit langem ja schon,  
das der Pfarrer entlässt den Jugenddiakon.  
Von Pfarrers Gerede eh keiner was hält,  
bei der Konfirmation war man nur wegen dem Geld.    

(Malte H., Bielefeld)

054:
Jetzt machen die Pfarrer schon Kabarett,  
doch der Landeskirche, der tut das nicht weh.  
Was zählen die Tadel, der Spott und der Hohn,  
da oben zählt eins nur – die Institution.                            

(Heinz-Peter P., Wetzlar)

055:
Die Pfarrer die machen bei der Predigt nie Schluss,  
doch zu langes Zuhörn war noch nie ein Genuss.  
Drum träumen wir Träume von Gott und der Welt,  
leider kostet der Pfarrer unser Kirchengeld.                   

(Jürgen L., Husum)

056:
Der Pfarrer heißt Paster im norddeutschen Land,  
da ist diese Spezies leider auch wohl bekannt.  
Sie leiern und seiern, sind persönlich ganz nett,  
für die Rettung der Kirche kommen Worte zu spät.       

(Jürgen L., Husum)

057:
Wir brauchen die Taten und Diakonie,  
sonst retten wir Menschen und Kirche doch nie.  
Diakone, Sozialarbeit folgt Jesus nach,  
die Pfarrer, die machen mit Worten nur krach.               

(Jürgen L., Husum)

058:
Wenn der Pfarrer mal ausgeht hat er`s immer dabei,  
sogar nicht nur eines, meistens mindestens zwei.  
Es ist auch ganz nützlich bei Tag und bei Nacht,  
Kondome braucht man immer, wenn man Schweinisches macht.  
(Kerstin M., Thüngen)

059:
Ein Häuschen mit Garten, A 14 erst recht,  
dafür geht’s der Kirche im Ganzen eher schlecht.  
Ne Frau wird Päpstin, der Präses wird schwul,  
erst dann ist die Kirche so richtig cool.                           

(Christoph B., Hagen)

060:
Es gehörte schon immer zu des Pfarrers Pflicht,  
einmal in der Woche Konfirmandenunterricht.  
Zwanzig Jungen und Mädchen in der Pubertät,  
ohne Alkohol kam da meist jede Hilfe zu spät.               

(Maren S., Göttingen)

061:
Der Pfarrer die Konfis zum Unterricht lädt,  
doch leider kommt er heut ein bisschen zu spät.  
Das macht nix, verkündet er ohne Verdruss,  
dafür ist dann heute auch mal eher Schluss.
                    
(unbekannt)

062:
Der Pfarrer, der predigt: Liebt eure Feinde!  
Doch er hat stets Stress mit dem Rest der Gemeinde.  
Und tatsächlich glaubt er, verbreitet und spricht:  
Schuld seid IHR alle, ICH bin es nicht!
                             
(unbekannt)

063:
Die Schäfchenzahl schwindet Jahr für Jahr,  
der Gemeinde schrumpft stetig die Anhängerschar.  
Doch Sorgen bereitet dem Pfarrer das nicht,  
denn am Ende stehen alle vorm Jüngsten Gericht.        

(Friedrich L., Hornow)

064:
Die Gemeinde, die feiert im Sommer juchei,  
da bleibt keiner zu Hause, da ist jeder bei.  
Das Bier fließt in Strömen, schmeckt süffig und frisch,  
der Pfarrer liegt mittags schon breit unterm Tisch.        

(Friedrich L., Hornow)

065:
Am Sonntag der Pfarrer die Kirche betritt,  
stand einsam da, auch wenn er`s bestritt.  
Doch Ostern – oh Wunder – da füllt sich der Raum,  
da sieht man den Pfarrer vor „Gläubigen“ kaum!           

(Ulli & Frank, Schneverdingen)

066:
Im Juli, da ist meist Gemeindefest,  
das ist für den Pfarrer ein Riesenstress.  
Er muss essen und trinken, egal ob`s ihm schmeckt,  
was tut man nicht alles für`n guten Zweck!                      

(Mechthild L., Castrop-Rauxel)

067:
Ja laufen die Messdiener wie falsches Geld,  
nun so ist sie heut eben die kirchliche Welt.  
Es bröckelt und bröselt und wir stehn dabei,  
und die wirklichen Pfarrer, die helfen ganz frei.              

(Michael H., Wickede)

068:
Der Pfarrer die Oekumene ganz wichtig find,  
der katholische Bruder ihm vollends zustimmt.  
Ein Treffen gemütlich bei Essen und Bier,  
gehen wir zu dir oder bleiben wir bei mir.            

(K 3)

069:
Viel Stress hat der Pfarrer zur Weihnachtszeit,  
15 Weihnachtsfeiern bedeuten viel Leid.  
Lebkuchen und Glühwein, Zimtsterne dazu,  
das schafft seine Bauchspeicheldrüse im Nu.                

(K 3)  

070:   
Zu Pfingsten kommt dann der Heilige Geist 
was für den Pfarrer dann beten heißt.
“Um Himmels Willen was machen wir jetzt? 
Ich kann doch nicht denken wenn mich jeder so hetzt!“             

(Charlotte H., Paderborn)

071:   
Beim Singen da grölt die Gemeinde ganz laut, 
das kommt doch nur, weil sich kein Pfarrer traut!
Der Chor singt mit, der Pfarrer ist stumm
“ENDLICH“ denkt jeder und nimmts ihm nicht krumm.              

(Charlotte H., Paderborn)

071,5:
Die Holzbänke in der Kirche sind kalt und unbequem,
trotzdem schlafen Oma und Opa (während der Predigt) sehr angenehm.     

(Matthias S., Pfaffenhofen)  

072,5:
In Nederland is de dominee een leek
hij handelt in drugs of preekt iedere week
Een veelzijdig beroep dat blijkt keer op keer
maar toch, veel klanten heeft hij nu niet meer                 

(Mark B., NIEDERLANDE)

073,5:
Die Pfarrer sie leben vom Kirchengeld
das blecht die Gemeinde und keinem gefällts
er spricht auf der Kanzel von Gott und der Welt
mit erhobenem Haupte - bis er mal hinfällt                 

(Christian S. u. Andreas T., Meinerzhagen)

 

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